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Siebdruck Drucken E-Mail
Veredelung
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 8. Februar 2007
  • Vorteile: Schon bei geringen Auflagen (1-farbig ab 10 Stück) ein sehr günstiges Druckverfahren. Auf Textilien waschfest, bei Bedarf (Arbeitskleidung) auch kochfest (90°-Wäsche). Sehr hohe Licht- und Wetterbeständigkeit im Außeneinsatz bei Aufklebern und Schildern. (z. B. Straßenverkehrs-Schilder, Dauerwerbebanner und ähnliches werden im Siebdruck ausgeführt.) Spülmaschinenfeste Drucke auf Tassen, Tellern und Gläsern.

  • Nachteile: Vorkosten pro verwendeter Druckfarbe.

  • Druck-Haltbarkeit: Sehr gut.


Die Arbeitsschritte beim Siebdruck:

  1. Filmerstellung: Für jede Farbe, die im fertigen Motiv enthalten ist, wird eine Vorlage (= Filmvorlage) erstellt, auf der nur die Stellen geschwärzt sind, in denen diese Farbe enthalten ist.

    Da im Siebdruck überwiegend mit nicht lasierenden (= nicht zusammenlaufenden) Farben gdruckt wird, führt ein CMYK-Rasterauszug (wie er beispielsweise im Offset-Druck eingesetzt wird) zu unansehnlichen Ergebnissen, deshalb werden im Siebdruck meist Echtfarbauszüge erstellt. Die Anzahl der möglichen Druckfarben, und damit die Detailgenauigkeit des Druckes, wird von der möglichen nutzbaren Anzahl der Druckstationen an der verwendeten Siebeinrichtung begrenzt.

    Bei Rasterdrucken muß bereits bei der Erstellung der Filmvorlage bekannt sein, mit welcher Rasterweite im Sieb später gedruckt werden soll, um Moiré-Effekte zu vermeiden.

    Zuletzt wird die so erstellte Vorlage auf eine Filmfolie übertragen. (= Filmerstellung) 

  2. Sieberstellung: Ein Drucksieb besteht aus einen rechteckigen Rahmen aus Aluminiun, der mit einen straff gespannten Gewebe überzogen ist. Dieses Gewebe ist das eigentliche Siebgewebe. Früher waren Siebdruckrahmen oft aus Holz, dass sich aber durch den häufigen Kontakt mit Wasser schnell verzieht und das Gewebe dadurch nicht mehr ausreichend gespannt ist. In der Elektronikindustrie werden auch Rahmen aus Stahl genutzt (Leiterplattendruck), um einen geringstmöglichen Verzug des Druckbildes zu erreichen.

    Die Feinheit des Gewebes wird in Fäden pro Zentimeter angegeben. Im Textildruck sind Siebe mit 30 Fäden pro Zentimeter für Drucke mit einem gewünschten großen Farbauftrag (z.B. Flockkleber) bis zu Sieben mit 120 Fäden pro Zentimeter für feine Rasterdrucke im Einsatz.

      Das Gewebe des Drucksiebs wird zuerst mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtetet.  Nach dem Trocknen der lichtempfindlichen Schicht wird der  Film darauf gelegt und belichtet. Dadurch wird die Beschichtung an allen Stellen, die vom UV-Licht angestrahlt werden, ausgehärtet. Die nicht ausgehärtete Emulsion kann nun ausgewaschen werden (= Sieberstellung). Nur an diesen Stellen wird die Farbe später durch das Sieb auf das Shirt aufgetragen.

  3. Siebdruck: Das getrocknete Sieb wird in den Drucktisch eingesetzt, und die Farbe mit einer Rakel durch das Sieb auf das Shirt gepresst. Bei Mehrfarb-Drucken, muß für jede Farbe ein eigenes Sieb verwendet werden.


Nach dem Drucken werden die Siebe gereinigt und wieder mit der Emulsion beschichtet. Deshalb ist bei Nachdrucken auch immer eine neue Sieberstellung erforderlich.

Pro Farbe ist ein Film und ein Sieb erforderlich.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. Februar 2007 )
 
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